Hase aus Ytong

Sie brauchen:
Ytongblock, ca. 30 x 30 cm
Fuchsschwanz
Raspel (halbrund, rund)
Feile (halbrund, rund)
Schleifpapier
Bürste mit harten Borsten


Ytong ist für viele ein völlig unbekannter Werkstoff. Wenn Sie darum nach unserem Vorschlag damit arbeiten wollen, versuchen Sie sich zuerst an kleinen Stücken, um den Werkstoff, seine Struktur und seine Festigkeit kennen zu lernen. Erst nach dieser „Erkundung" des Materials sollten Sie das tatsächliche Stück bearbeiten.

1. Was ist Ytong?
Ytong, auch unter dem Namen Gasbeton bekannt, ist ein Baustoff. Er besteht aus verschiedenen Grundstoffen, denen Schwefelrückstände des Ölschiefers, Steinkohlenfilterasche, Hochofenschlacke, Quarzsand und gebrannter Kalk beigemischt werden. Alles wird fein vermahlen, mit Aluminiumpulver und Wasser zu einem Brei vermengt und in große Blöcke gegossen. Im Innern der Masse findet eine chemische Umsetzung mit Gasbildung statt, was zu einer bestimmten Porosität führt. Ytong ist meistens weiß bis hellgrau. Gasbeton in weißer Farbe wird auch mit der Bezeichnung „Siporex" hergestellt.

Erhältlich ist Ytong oder Gasbeton in Einzelblöcken in Baumärkten. Fragen Sie, ob Sie nicht Bruchstücke erhalten können. Der auf dem Foto gezeigte Hase ist z.B. aus einem halben Blockstück gefertigt.

Unser Ytong-Hase ist zwar unter „Ostern" eingeordnet, aber, er ist auch für Ihren Garten, für die Diele oder für den Hausflur gedacht.

Gasbeton nimmt trotz seiner porösen Beschaffenheit kaum Wasser auf, so dass sich Ihre Plastik sehr gut zum Aufstellen im Garten eignet. Sie müssen auch nicht befürchten, dass Ihr Werk im Winter durch Frost zerstört wird.

2. So wird Ytong bearbeitet
Schon bei den ersten Versuchen werden Sie feststellen, dass der Werkstoff leicht zu bearbeiten ist und das Gestalten der Form keine große Mühe macht. Zur Bearbeitung können Sie die gleichen Werkzeuge verwenden, die Sie auch zur Holzbearbeitung benützen. Wenn Sie allerdings irgendwelche alten Werkzeuge besitzen, empfiehlt es sich, in erster Linie diese zu verwenden.

Gute Werkzeuge müssen hinterher mit einer Drahtbürste von dem anhaftenden Staub befreit werden. Legen Sie Ihren Papierschnitt auf den Block, dann kratzen Sie mit einem Kugelschreiber oder Nagel die Umrisse ein. Nun sagen Sie zunächst mit einem Fuchsschwanz die größeren Außenstücke bis nahe an die Markierungslinie hin ab. Erst dann beginnen Sie mit dem Raspeln.

Arbeiten Sie die Form, die durch die Umrisslinie gekennzeichnet ist, heraus, Abgeschrägt wird erst, wenn die Form zu Ihrer Zufriedenheit ausgefallen ist. Durch das Abschrägen tragen Sie von der Blockstärke einiges ab. Arbeiten Sie gezielt. Bei dem Hasen ist z.B. von der Blockstärke an Kopf und Ohren mehr abgetragen als am Hinterteil. Arbeiten Sie nicht einfach drauf los, denn Sie haben schnell zu viel abgetragen. Betrachten Sie das Werkstück immer, wieder aus einem bestimmten Abstand, setzen Sie es dabei auf Augenhöhe.

Da Ytong bei der Bearbeitung ziemlich staubt, ist es am besten, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz ins Freie verlegen. Arbeiten Sie jedoch in einem Raum, dann sollten Sie die Umgebung sorgfältig mit Zeitungspapier abdecken.

Zum Schluss glätten Sie das Werkstück etwas mit Schleifpapier. Der Schleifstaub muss anschließend mit einer harten Bürste aus den Poren entfernt werden. Nun erst wird die Fläche durch die verschieden großen Löcher lebendig; es wäre darum störend, Augen oder andere Feinheiten einzugraben.

3. Was ist beim Entwurf zu beachten?
Da die Gasbetonblöcke nicht absolut bruchfest sind, fordern sie eine große geschlossene Form. Bei der Gestaltung des Hasen haben wir dies beachtet: die Ohren stehen nicht weit ab, sondern bilden fast bis zur Hälfte ein Gefüge mit dem Körper. Tiere wie Büffel, Stier und Bär sind von ihrer gedrungenen Form her sehr gut für eine Ytong-Plastik geeignet. Das Herausarbeiten von Einzelheiten ist nicht zu empfehlen; es widerspricht der Beschaffenheit und Struktur des Gasbetons.