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Nashorn

Sie brauchen:
80 x 120 cm Stoff
32 cm schwarzes Schnürsenkelband
schwarze und weiße Filzreste
schwarze Wollreste
Schaumgummiflocken oder Kapok
Schnittpapier
Lineal
Bleistift
Pappe

An dem von der Natur nicht mit besonderen Schönheitsattributen ausgestatteten Nashorn haben wir einige Korrekturen zugunsten des Aussehens vorgenommen. In der hier gezeigten Gestalt ist es durchaus ”salonfähig" und findet seinen Platz sowohl in Kinderzimmern zum Reiten als auch bei Erwachsenen, denen es als Fußbank beim Fernsehen gute Dienste leistet. Mit seinem spitzen Stoffhorn sieht es aus, als ob es jederzeit zum Angriff bereit wäre, aber dieses Horn ist völlig ungefährlich und kann auch kleinen Kindern nichts zuleide tun.

Sie können das Nashorn aus jedem beliebigen Stoff nähen, einfarbig, geblümt oder kariert. Damit es aber nicht zu artfremd wirkt, sollte in jedem Falle ein kurzhaariger Stoff gewählt werden. Auch Kunstleder oder ähnliches Material eignet sich dafür.

1. Schnitt, Zuschnitt und Nähen
Zeichnen Sie die Teile in voller Größe auf das Schnittpapier. Das Zeichnen des Rasters geht am leichtesten vonstatten mit Hilfe eines Streifens aus Pappe von 4,9 cm Breite. Legen Sie den Streifen auf Ihren Papierbogen und ziehen Sie mit einem Bleistift die unserem Schnittmuster entsprechenden Linien ein. Mit einem im rechten Winkel zu .diesen Linien aufgelegten Pappstreifen wiederholen Sie den Vorgang, bis Ihr Papier mit der benötigten Anzahl von Karos ausgefüllt ist.

Beim Zeichnen des Schnittes müssen Sie darauf achten, dass die unteren Körperhälften mit dem Körperzwischenteil übereinstimmen (kleinere Korrekturen sind durch Übereinanderlegen der ausgeschnittenen Schnitteile noch möglich). Für die Einteilung des Stoffes ist es günstig, wenn Sie die Schnittteile in der gleichen Anzahl zuschneiden, wie Teile aus Stoff benötigt werden.

Sie brauchen:
Körper 2mal, Körperzwischenteil 2mal, Kopf 2mal, Kopfzwischenteil 1mal, Schwanz 1mal, Hörn 1mal, Ohr 4mal, Augen 2mal, Pupillen 2mal.

Stecken Sie die Schnitte auf die linke Stoffseite und achten Sie darauf, dass die 2mal benötigten Teile seitenverkehrt aufliegen. Für die Ohren brauchen Sie vier gleiche Teile. Nun schneiden Sie die Stoffteile mit 1 cm Nahtzugabe zu. Eine Ausnahme machen Sie bei den Filzaugen, die Sie ohne Zugabe ausschneiden.

Alle Teile werden danach rechts auf rechts zusammengesteckt, geheftet und gesteppt. Lassen Sie beim Zusammennähen immer die als Handnähte bezeichneten Kanten offen und achten Sie darauf, dass jeweils die gleichen Zeichen zusammentreffen.

Sind alle Teile genäht, streifen Sie die Nähte mit angefeuchteten Fingern aus und schneiden die Nahtzugaben an allen runden Kanten bis knapp zur Nahtlinie ein. Wenden Sie nun alle Teile auf die rechte Seite.

2.Kopf
Schneiden Sie am Kopfteil des Schnittmusters die in Punkten gezeichneten Linien ein und den Augenkreis heraus. Markieren Sie auf dem Stoff mit Heftfaden in Vorstichen Augenumriss und Maul. Nähen Sie mit kleinen überwändlichen Stichen die weißen Augenkreise an und darauf die schwarzen Pupillen. Ziehen Sie nun die Heftfäden wieder heraus. Nähen Sie an beiden Kopfteilen von links die Abnäher und verbinden Sie die Kopfteile durch die Naht an der oberen Mitte. Als letztes wird noch das Kopfzwischenteil zwischen die Kopfteile genäht, es reicht von der Nasenspitze bis zum Hals.

3. Körper
Nähen Sie die Rückennaht von A bis B.
Nach dem Schließen der Bauchnähte nähen Sie die Körperzwischenteile zwischen die beiden Körperteile. Die Halskante umnähen Sie nun mit festem Faden in Vorstichen und ziehen die Öffnung etwas zusammen.

4. Ohren, Hörn und Schwanz
Nähen Sie zuerst je zwei Ohrteile zusammen, dann wenden Sie die Ohren und legen kleine .Fältchen.

Das Hörn wird an den Seiten zusammengenäht. Den Schwanzstreifen rollen Sie in Richtung des in Punkten gezeichneten Pfeiles ein und nähen die Kante unsichtbar flach. In ein Ende stecken und nähen Sie eine Wollquaste.

5. Ausstopfen
Die Teile müssen fest ausgestopft werden, insbesondere die Beine, weil sie sonst bei Belastung einknicken. Die Standfestigkeit der Beine kann durch Holzeinlagen wesentlich erhöht werden. Dafür schneiden Sie 10 cm lange Holzstücke, (z.B. von einem Besenstiel, Aststückchen oder Holzabfällen vom Schreiner) und umwickeln sie mit Stoffresten, bis sie etwa Beindurchmesser haben. Die letzte Stofflage wird festgenäht. Oben und unten nähen Sie einen Stoffkreis auf (möglichst starken Stoff verwenden), damit das Holzteil unverrückbar eingeschlossen ist. Nach dem Ausstopfen der Fußspitzen stecken Sie die Rollen in die Beine und stopfen den Körper prall aus. Um Füllmaterial zu sparen, können Sie teilweise auch mit Stoffresten, zerschnittenen Strümpfen oder Holzwolle ausstopfen. Das grobe Material sollte jedoch nur ins Kopf- und Körperinnere gestopft werden, damit sich außen keine Unebenheiten abzeichnen.

6. Ausarbeitung
Nähen Sie die Schlitze mit unsichtbaren Stichen zu. Entlang der markierten Mundlinie am Kopf nähen Sie das Schnürsenkelband mit unsichtbaren Stichen auf. Entfernen Sie alle Heftfäden. Befestigen Sie die Ohren am Kopf und nähen Sie den Kopf auf die Körperhalsöffnung, die Halskante wird dabei nach innen eingeschlagen. Diese Naht sollte 2mal mit festem Faden genäht werden. Als letztes nähen Sie das Horn geradestehend auf die Nasenspitze und das Schwänzchen an das Rückenende.

Größe
Das fertige Nashorn hat eine Länge von 73 cm und eine Höhe von 34 cm.