Mobiles

Das Wort „Mobile" (= beweglich) wurde schon 1932 für Arbeiten des Amerikaners Alexander Calder geprägt. Ein Mobile kann aus fast jedem Material gebastelt werden und es erfordert kein besonderes Können. Bei der Herstellung gibt es lediglich zwei etwas schwierige Arbeitsgänge. Das kleinere Problem ist, dass man die Fäden, während das Mobile hergestellt wird, nicht verwirrt. Das größere Problem: Nach Fertigstellung muss das Mobile richtig ausbalanciert werden. Die Anhänger dürfen nicht zusammen stoßen und ihre Fäden dürfen sich nicht untereinander verwirren. Sie müssen gerade hängen und die richtige Länge haben. Deshalb ist es wichtig, dass man eine gewisse Reihenfolge der Arbeitsgänge einhält.

1. Materialien für Mobiles
Es gibt in jedem Bastelladen besondere Mobiledrähte, die in verschiedenen Größen erhältlich sind. Für leichte Gegenstände genügt ein Stahldraht, für schwere Gegenstände können Sie außer Draht auch Peddigrohr, Bambusstangen, Draht- und Pappringe oder sogar Zweige verwenden. Damit das Mobile leicht und luftig aussieht, kann man es an Nylonfäden aufhängen,  die durchsichtig sind. Falls Sie keine zur Hand haben, können Sie auch feinen schwarzen oder weißen Zwirn nehmen. Die Anhänger können aus allen möglichen Materialien hergestellt sein: Papier, Plastik, Karton, Stroh, Holzstückchen, Metall oder auch Glas. Besonders hübsch sehen Stroh- und Papiertierchen aus. Hier geben wir Ihnen Anregungen, die Sie jederzeit mit eigenen Ideen weiter ausbauen können.

2. So wird das Mobile gemacht
Zuerst zeichnen Sie eine Skizze für ihr Mobile. Achten Sie dar auf, dass die Gegenstände frei schweben können und sich nicht berühren. Wenn Sie zum ersten Mal ein Mobile fertigen, empfehlen wir Ihnen, mit einem kurzen Träger (von unten nach oben gesehen) anzufangen. Die Drähte werden dann nach oben hin stufenweise verlängert. Der oberste Draht, der alle anderen Drähte mitträgt, ist der längste. Nehmen Sie das kleinste Drahtstück und biegen Sie mit einer Rundzange die beiden Enden nach außen, so dass Sie zwei Ösen oder Haken erhalten. An diesen beiden Ösen befestigen Sie die ersten Anhänger mit Faden oder Nylonschnur. Dann bindet man einen Faden um den Draht und schiebt ihn so lange hin und her, bis der Draht ausbalanciert ist und waagerecht bleibt. Befestigen Sie den Faden an diesem Punkt mit etwas Klebstoff. Nun kommt das zweite Drahtstück an die Reihe, das wie das erste vorbereitet wurde. Der eine Faden, mit dem Sie den ersten Draht ausbalanciert haben, wird an einem Hakenende des zweiten Drahtes befestigt. Am anderen wird der nächste Anhänger angebracht. Auch hier wird nun wieder ausbalanciert, bis der Draht waagerecht bleibt. Auf diese Art befestigen Sie alle weiteren Drähte und Anhänger.

Sie können beliebig lange auf diese Weise fortfahren, es muss nur beachtet werden, dass die Drähte waagerecht stehen und die Mobileteile sich nicht berühren. Das abgebildetes Mobile ist besonders lang, natürlich lässt sich auch ein kürzeres aus weniger Drähten herstellen, das dafür vielleicht etwas breiter ist. Sie können gerade Drähte, aber auch rund- oder rechteckig gebogene verwenden. Zum Aufhängen von Mobileteilen eignen sich auch Drahtringe. Ein einzelnes, besonders hübsches, vielleicht dreidimensionales Motiv, kann auch an einem Faden befestigt werden. Wenn Sie bei der Herstellung unsere oben angeführten Tipps beachten, können Sie bei der Gestaltung von Mobiles Ihrer Phantasie freien Lauf lassen.