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Traditionelle Strohgeflechte

Sie brauchen:
Strohhalme von Weizen oder Roggen, Gerste oder Hafer, davon einige Halme mit Ähren
Schüssel mit Wasser
1 Stück Stoff
Kugelschreiber
Bast
dicke Nähnadel
rotes Band, 6 mm breit
einige getrocknete Erbsen
getrocknete Pflanzen, Gräser und Kräuter zum Füllen

Die 4 Figuren auf unserem Foto sind von links oben nach rechts unten: ein Füllhorn, eine große Spirale mit einem dekorativen Ring, eine kleine dünne Spirale aus einem Strohhalmbündel und eine Rassel.

1. Das Füllhorn
Beginnen Sie damit, aus 5 Strohhalmen eine Spirale ohne Mittel-Stück zu flechten. Die ersten 2,5 cm werden eng geflochten. Dann wird die Arbeit bis zu einer Länge von 15-17 cm gleichmäßig erweitert. Der obere Durchmesser beträgt bei dieser Länge ca. 10 cm. Biegen Sie das Horn leicht (siehe Foto). Wenn das Stroh noch etwas feucht ist, lässt es sich während des Flechtens gut biegen.

Flechten Sie aus 5 Halmen eine enge Spirale (wie für den Ring bei unserer großen Spirale, Punkt 2 beschrieben) und nähen Sie diese um den oberen Rand des Füllhorns. Verstecken Sie die noch überstehenden Halme innen im Horn. Schneiden Sie 3 dünne Halme und drücken Sie diese flach. Flechten Sie daraus einen einfachen 16-18 cm langen Zopf. Er wird unterhalb der Spirale an der Öffnung und entlang dem Horn angebracht. Das Füllhorn zuletzt mit der roten Schleife verzieren und mit einigen getrockneten Gräsern und Blumen füllen.

2. Die große Spirale mit Ring
Schneiden Sie für das Mittelstück und die Halme, mit denen geflochten wird, 18 Strohhalme mit Ähren, die, ohne die Ähren gemessen, ca. 50 cm lang sein sollen. Binden Sie diese Halme zusammen und biegen Sie 5 Flechthalme aus dem Bündel heraus. Dann gehen Sie wie bei der dünnen Spirale vor (Punkt 3). Flechten Sie 23,5 cm lang das bekannte Spiralenmuster und erweitern Sie zur Mitte hin. An der breitesten Stelle wird die Arbeit umgedreht und in entgegengesetzte Richtung weitergeflochten. Man flicht in den gleichen Abständen, jedoch von links nach rechts. Dann arbeitet man bis zum Ende des Bündels und achtet darauf, dass das Geflecht symmetrisch wird. Wenn das Mittelstück umflochten ist, flechten Sie wieder eine ganz dünne Spirale (wie bei der dünnen Spirale beschrieben) und formen daraus eine Schlinge. Für den mittleren Schmuckring schneidet man 5 Halme ohne Ähren und bindet sie etwa 2 cm von den Enden entfernt zusammen. Flechten Sie die Halme eng zusammen (wie bei dem Griff für die Rassel, Punkt 4), 30 cm lang. Schneiden Sie die Enden ab und formen Sie einen Ring. Für die Schleife schneiden Sie 2 Strohhalme zu und binden sie unterhalb der Ähren zusammen. Halten Sie die Stelle, wo die Halme zusammengebunden sind, mit der linken Hand fest und biegen Sie einen Halm nach außen, so dass die Form eines L entsteht (siehe Abb. 5) Nehmen Sie den horizontal gelegenen Halm A und schlagen Sie ihn über Halm B und dann hinunter auf die linke Seite. Halten Sie dabei die Halme fest zusammen (siehe Abb. 6). Dann drehen Sie die Arbeit um 90° im Uhrzeigersinn, biegen den Strohhalm B nach oben und über Strohhalm A und wiederholen diesen Vorgang, indem Sie das Gebilde nach jedem Flechten drehen, bis es 10 cm lang ist. Nun schneiden Sie die Enden der Halme ab, binden sie mit Faden ein und biegen das Geflecht zu einer Art Schleife. Bringen Sie den Ring und die Schleife in der Mitte der Spirale an und binden Sie 2 Stoffschleifchen um die Spirale, wie auf unserem Foto gezeigt.

3. Die dünne Spirale
Schneiden Sie 18 Strohhalme genau über dem ersten Blattknoten ab und lassen Sie die Ähren stehen (Abb. 1). Dann werden verschiedene Halme oder Ähren zurecht geschnitten. Die Halme in Wasser einweichen und vorsichtig abtrocknen. Bilden Sie aus den 18 Strohhalmen ein Bündel mit dekorativ gruppierten Ähren, dann binden Sie es unterhalb der Ähren zusammen.

Beim Arbeiten sollen die Ähren nach unten zeigen. Biegen Sie 5 Halme in gleichmäßigen Abständen aus dem Bündel, so dass sie horizontal zu den gebündelten Halmen stehen (siehe Abb. 2). Schneiden Sie das Strohbündel auf 23 cm zurück und binden Sie die Halme am anderen Ende noch einmal zusammen. Dann flechten Sie, wie auf der Basiskarte angegeben, bis Sie am Ende des Mittelstücks angekommen sind. Danach flicht man immer enger, damit das Halmbündel bedeckt wird (siehe Abb. 3). Für die Schlinge an der Spitze benötigen Sie neue Strohhalme von ca. 20 cm Halmlänge. Stecken Sie die neuen Halme in die alten. Flechten Sie eine enge Spirale. Kurz bevor die Halme aufgebraucht sind, bildet man eine Schlinge und steckt die Halmenden in die Spitze der Spirale, wo das Mittelstück endet (Abb. 4). Umwickeln Sie diese Stelle zum besseren Halt mit Bast.

4. Die Rassel
Nehmen Sie 2 dicke Halme und binden Sie 5 andere Halme darum herum, zweimal abbinden (siehe Abb. 7)! Biegen Sie die 5 Halme sternförmig herunter, mit ihnen wird um die 2 Mittelhalme geflochten (siehe Abb. 8). Erweitern Sie die Spirale dabei stufenweise, bis sie einen Durchmesser von 10 cm hat und 10 cm lang ist. Dann verringert man die Weite, bis das Geflecht nach 17,5 cm wieder eng am Mittelstück anliegt. Legen Sie einige Erbsen in die Rassel und flechten Sie den Griff. Er soll sehr dünn und so lang sein, dass die Rassel ca. 35 cm misst. Nun schließen Sie das Geflecht, schneiden die Halme kürzer und verstecken sie im Inneren des Griffs.