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Aus farbigen Maisblättern können Sie äußerst dekorative Blumen anfertigen, die zu großen Sträußen arrangiert besonders hübsch in Kupferkesseln oder Tonschalen wirken.
Auf dieser Karte machen wir Sie zunächst mit den einfachsten Blütenformen bekannt. Auf einer weiteren Karte wollen wir Sie auch noch mit etwas komplizierteren Blumenformen vertraut machen.
Maisblätter können Sie naturfarben in Bastelgeschäften kaufen. Sie können die Maisblätter aber auch selbst sammeln. Besonders stark und zäh sind die äußeren Blätter, die den Maiskolben einhüllen und die leicht abzulösen sind. Diese Blätter eignen sich auch besonders gut für Knot- und Flechtarbeiten. Meistens haben sie eine graugrüne Farbe und sind für unsere Blumen nicht so gut geeignet. Besser sind die gelbweißen Blätter, die den Kolben etwas weiter innen umgeben. Diese Blätter lösen sich nach dem Trocknen des Kolbens am besten.
Das Trocknen der Blätter ist auf zweierlei Art möglich. Sie können den ganzen Maiskolben aufhängen und langsam austrocknen lassen oder die einzelnen Blätter vorsichtig abschälen und ausgebreitet schnell in der Sonne trocknen. Auf diese letztere Weise erhalten Sie am besten die helle Farbe. Unsachgemäß getrocknete Blätter, z.B. wenn sie feucht werden oder zu lange aufeinanderliegen, bekommen Stockflecke und sind nicht mehr brauchbar. Richtig getrocknete Blätter sind bei trockener und luftiger Lagerung fast unbegrenzt haltbar. Die Blätter werden zur Verarbeitung - sei es zum Knoten, Flechten oder für unsere Blumen - in Streifen geschnitten (Abb. 1). Für die gezeigten Blumen benötigen Sie Streifen von 1,5 bis 2 cm Breite. Die Blätter werden aber erst nach dem Färben zurechtgeschnitten.
1. Das Färben der Maisblätter Mit Holzbeizen können Sie die gekauften oder selbstpräparierten Maisblätter nach Ihren Wünschen einfärben. Setzen Sie zunächst die Holzbeizen nach den Angaben des Herstellers an Füllen Sie die Beizen in große Gefäße, damit Sie die Maisblätter ganz einlegen können. Die Blätter werden in die Farbe getaucht und etwas hin- und herbewegt, bis sie den gewünschten Farbton erreicht haben. Schwenken Sie dann die gefärbten Blätter in klarem Wasser, damit die überschüssige Farbe ausgewaschen wird. Die Farbtöne werden dabei etwas blasser. Trotz des Auswaschens wird es sich allerdings kaum verhindern lassen, dass Sie beim weiteren Verarbeiten etwas farbige Finger bekommen. Binden Sie sich eine große Schürze um, damit Sie die Beize nicht auf Kleidungsstücke bringen, denn Flecken sind schwer zu entfernen.
Die gefärbten und ausgewaschenen Blätter schlagen Sie in ein altes Tuch ein, damit sie bis zur weiteren Verarbeitung feucht bleiben.
2. Das Zuschneiden der Maisblätter Schneiden Sie die harten Enden ab und schneiden Sie die Blätter von oben her (breites Ende) in 1,5 und 2 cm breite Streifen. Belassen Sie einige Blätter in voller Breite; aus ihnen werden die Stücke für die Blütenmittelpunkte zurechtgeschnitten.
Schlagen Sie nun die Blattstreifen wieder in ein feuchtes Tuch.
3. Blütenmittelpunkte In den Blütenmittelpunkt wird immer doppelt gedrehter Blumendraht für den Stiel mit eingearbeitet. Drücken Sie die Drahtschlinge mit einer Zange etwas zusammen. Diese Schlinge wird immer nach oben genommen und mit den Streifen für den Blütenmittelpunkt umwickelt. Die Drahtschlinge darf natürlich nicht mehr sichtbar sein.
Schneiden Sie verschieden breite Streifen (3 - 4 cm) aus den ganzen Maisblättern (Abb. 2). Schneiden Sie die Streifen in Faserrichtung bis über die Hälfte ein.
Wickeln Sie erst die kurzen Streifen zusammen; um diese Wickeln Sie noch die längeren Streifen. Alle Streifen mit Myrtendraht am Stiel fest wickeln.
Sie können auch Streifen zu Schlingen formen und diese mit eingeschnittenen Streifen umranden (Foto).
4. Blütenblattform Wie schon erwähnt, zeigen wir Ihnen zunächst die einfachsten Blütenblattformen. So basteln Sie die Blütenblätter der gelben und roten Blume auf dem Foto (links).
Dazu brauchen Sie die zurecht geschnittenen Streifen von 1,5 cm Breite. Schneiden Sie Stücke von 6 - 7 cm Länge (je nach Größe der Blume) zu. Die noch feuchten Streifen legen Sie in der Mitte über den Finger, die Enden gleichmäßig aufeinander. Die Enden fest mit Myrtendraht einbinden. Für eine Blume müssen Sie 6 - 8 dieser Blütenblätter formen. Die einzelnen Blütenblätter werden dann nacheinander mit Myrtendraht am Stiel festgewickelt, rund um den bereits gearbeiteten Blütenmittelpunkt.
Mit Kreppwickelband verdecken Sie den Ansatz der Blütenblätter. Wickeln Sie weiter bis zum Drahtende.
Die restlichen Blumen auf dem Foto werden folgender Maßen gearbeitet: Verwenden Sie dazu 2 cm breite Streifen, die Sie in 7 - 8 cm lange Stücke schneiden. Den Streifen in der Mitte mit Daumen und Zeigefinger der linken und rechten Hand festhalten und einmal drehen. Die Enden des in der Mitte gedrehten Streifens aufeinanderlegen und mit Myrtendrahtabbinden.
Das Maisblatt muss nach der Drehung glatt liegen. Das Befestigen der Blütenblätter um den Mittelpunkt geschieht, wie bereits beschrieben.
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